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TOPIC: ARBEITSZEIT GAZ (MAZ) und PAZ

ARBEITSZEIT GAZ (MAZ) und PAZ 3 years 1 month ago #17

Du spricht im Buch an, dass manche mit Zwangsarbeit argumentieren könnten...
Dazu sei allen Menschen die so argumentieren gesagt, das Leben=Zwang ist!
Die Natur hat uns Menschen hungrig erschaffen :-) selbst wenn der Apfel allein vom Baum fällt müssen wir unseren Arsch bewegen um ihn aufzuheben, kauen und schlucken müssen wir ihn auch. Ein zwangloses Leben ist ein Wunschkonzert! An Utopia können wir jedoch sehr nahe rankommen...

Eine interessante Herausforderung sehe ich darin, dass nicht alle die höheren Bedürfnisse anderer mittragen wollen...

Man könnte an dieser Stelle noch hinzufügen, dass es in Utopia auch möglich sein sollte sich selbst zu Versorgen, wenn man das möchte und kann (Arbeitsaufwand aufgrund der fehlenden Arbeitsteilung = 100mal höher). Allerdings ist dann die Frage ob die Utopia-Infrastruktur (Straßen usw.) genutzt werden kann.

Ich könnte mir verschiedene "Bedürfnismodelle" bzw. Paketbausteine Vorstellen, die man wählen und wechseln kann:

-Grundversorgung komplett (MAZ-Mindest-Arbeits-Zeit)

Bausteine(%Anteil der MAZ ausrechenbar):
-Medizinische Versorgung
-Infrastruktur 1,2,2
-Mobilität 1,2,3
-Entertainment 1,2,3
-...

sowie Luxuspakete (MAZ+%Anteil)
-mehr Wohnfläche...
-all inclusive

durch die MAZ-Luxus-Pakete könnte man die MAZ der auf Luxus verzichtenden Allgemeinheit herabsinken (jemand verzichtet z.B.: auf seinen %Anteil Wohnraum und jemand anderes übernimmt dessen %Anteil MAZ dafür...)

generell sollte das Thema Obergrenze an PAZ besprochen werden, bzw. was man damit anstellen darf und was nicht (Machtverteilung)

angenommen irgend ein irrer wird PAZ-Millionär und will es missbrauchen. dann sollte geregelt sein, dass man das PAZ nicht einfach so übertragen kann und auch nicht für fragwürdige Dinge verwenden kann...
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ARBEITSZEIT GAZ (MAZ) und PAZ 3 years 1 week ago #20

Die MAZ ist eine zentrale Säule von Utopia. Sie stärkt das Gemeinwesen, das Verantwortungsgefühl für die Mitmenschen und die Umwelt und baut Konkurrenz- und Minderwertigkeitsgefühle ab. Die MAZ sorgt dafür, dass A L L E Utopianer*innen mit Mobilität, Gesundheit, Nahrung, Wohnung, Bildung, Kultur, Kommunikation und Kleidung ausreichend versorgt sind. Wenn jetzt wer argumentiert, warum soll ich mich mit meiner MAZ für ein behinderten- oder blindengerechtes öffentliches Transportsystem "arbeiten", ich bin doch nicht blind oder körperbehindert, oder: In meiner Baumhütte im Wald benutze ich keine Strassen und werde auch nie krank, der*die soll sich doch besser fragen, warum er*sie nicht nach Notopia geht. - Unter dieser Voraussetzung, dass alle gleichermaßen mit ihrer MAZ am Gemeinwesen beteiligt sind u n d PAZ nicht in MAZ umgewandelt werden kann, ist mir bisher nicht nachvollziehbar wie PAZ-Millionäre - falls es die in Utopia überhaupt geben wird - Macht ausüben können und warum es eine Obergrenze geben soll. Wichtig ist ja auch zu bedenken: Produziert mit MAZ wird in Utopia nicht nach Marktkriterien, sondern danach, was die Mehrheit der Utopianer*innen für nützlich und ökologisch sinnvoll hält. Und selbst wenn es in Utopia Leute geben sollte, die mit PAZ z.B. einen Panzer oder goldene Wasserhähne produzieren wollen, so bin ich ja nicht gezwungen, mich daran zu beteiligen.
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ARBEITSZEIT GAZ (MAZ) und PAZ 3 years 1 week ago #23

Du sagst "Die MAZ sorgt dafür, dass A L L E Utopianer*innen mit Mobilität, Gesundheit, Nahrung, Wohnung, Bildung, Kultur, Kommunikation und Kleidung AUSREICHEND versorgt sind"

Was ich meinte ist: was ist AUSREICHEND? Ist das nicht für jeden etwas anderes? Ich brauche 10 T-Shirts- 5 Hosen usw. ich fahre 10000 km im jahr mit dem auto...

ich würde es unfair finden wenn ich mehr arbeiten müsste weil viele 50- T-Shirt und 20 Hosen HABEN WOLLEN und dann erst AUSREICHEN GESÄTTIGT SIND... oder 200000km im jahr durch die luft fliegen...

Es gibt nicht ein AUSREICHEND... das müsste man erst ermitteln...
--> DURCHSCHNITTS-LEBENSSTANDARD

oder wie hast du dir das gedacht?
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ARBEITSZEIT GAZ (MAZ) und PAZ 3 years 3 days ago #24

Was ausreichend ist, bestimmt jede*r erst mal für sich selbst. Das entsprechende Datenmaterial dient dazu, um die Produktion zu lenken, also um zu wissen, ob z.B 100 Millionen T-Shirts oder 1 Milliarde produziert werden müssen. Damit werden dann die Regale der Normaläden gefüllt. - Du nimmst Dir dann nur 20 T-Shirts und 5 Hosen raus; ein anderer 50 T-Shirts und 20 Hosen. Na, und? Dafür nehmen lesbisch lebende Frauen keine Kondome mit und die Vegetarier*innen gehen an der Fleischtheke vorbei. Und natürlich wird es im Normaladen auch Windeln geben, obwohl weder ich noch Du die brauchen. Ich will damit verdeutlichen, mit der Einstellung "ich arbeite nur für das, was ich verbrauche", kommen wir nicht weiter; ganz im Gegenteil, es ist die Mentalität der zu kurz Gekommenen, die ängstlich den Besitzstand wahren wollen, horten und mißgünstig/argwöhnisch auf den/die andere*n schauen. Du darfst nämlich nicht vergessen, Du "arbeitest" in Utopia anders: Zeit und Art der Tätigkeit sind frei wählbar. Und Du schmeißt Deine MAZ genauso in den Topf wie alle Utopianer*innen. Und je nachdem wie der Gesamtbedarf sich verändert, verändert sich die Produktion und die Höhe der MAZ jedes*r Einzelnen. Denn wie schon im Prolog beschrieben, können die Utopianer*innen jeden Monat mit ihrer PIK Einfluss auf die Produktion nehmen. UNd wenn Dein Grundbedarf gedeckt ist und Du keine Angst ahben mußt, dass sich das ändert, welche Rolle spielt es da, wenn ein/e Andere/r einen höheren Bedarf hat.
Natürlich heißt Recht auf Mobilität nicht, dass jede/r jederzeit von A nach B jetten kann. Ob von A nach B mit MAZ eine Bus-, Zug- oder Fluglinie eingerichtet und betrieben wird, bestimmt die Mehrheit per PIK, wobei natürlich immer auch in Utopia der ökologische Fußabdruck mit berücksichtigt werden wird. Außerdem ist dabei zu bedenken, dass der heute wirklich wahre Spruch "Zeit ist Geld" in Utopia seinen Wahrheitsgehalt verliert. Die Menschen in Utopia werden entschleunigter leben.
Verglichen mit dem heutigen Supermarkt oder Kaufhaus wird das Angebot in den Norma's begrenzt sein.(Vermutlich wird es z.B. keinen Kaviar geben und auch keine 1800 Käsesorten wie im KadeWe)Aber alle Lebensmittel im Norma sind Bio und von höchster Qualität und unter Berücksichtigung, was deren Produktion für Mensch, Tier und Umwelt bedeutet.- Luxuskonsum und deren Produktion ist in Utopia natürlich auch möglich ; aber dafür ist die PAZ da.
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